Weine Afrika
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Südafrika's Weinbau von 1652 bis heute

Chronologie

1652 Landung von Jan van Riebeeck am Kap
1652 Pflanzung der ersten Reben
1659 Pressung des ersten Weins
1688 Ankunft der Hugenotten am Kap
1885 Fast Vernichtung des Rebestandes durch die Reblaus
1994 Ende der Apartheid und Einführung der Demokratie
2008 Die Weine erreichen Weltniveau
2009 2. Februar 2009 - 350 Jahre Wein vom Kap


Weinbaugeschichte seit über 350 Jahren
Die Südafrikanische Weinbaugeschichte geht zurück auf den 6. April 1652. Damals landete der Kaufmann Jan van Riebeeck mit seinem Schiff in der malerischen Bucht am Fusse des Tafelbergs.
Mit dabei waren 82 Männer und 8 Frauen, darunter auch seiner eigenen Frau. Er war im Auftrag der „East Indian Company“ unterwegs nach Malaysia. Van Riebeeck erkannte rasch, dass das Kap mit seinem natürlichen und geschützten Tiefseehafen ein idealer Ort war, damit die Mannschaft sich von der langen Schiffsreise erholen konnte. Er realisierte aber auch, dass sich die Landschaft ideal für Ackerbau und Viehwirtschaft eignen würde. Diese Tatsache war hoch willkommen mussten doch für die Weiterfahrt zwischen Europa und Asien die Vorräte wieder aufgefüllt werden. Gefragt war neben Wasser vor allem Fleisch und Gemüse.


Gott sei gepriesen

Er gründete die „Cape Colony“ und begann sofort mit der Kultivierung des Landes. Van Riebeeck sah aber auch, dass die Beschaffenheit der Böden, sich vorzüglich für Rebbau eignen würden. Also orderte er flugs Rebstecklinge an. Die erste Sendung traf leider nach der langen Schiffsreise verrottet am  Kap ein. Die zweite welche dann Monate später eintraf, war in gutem Zustand und wurde alsbald in die Erde des Garten der Kolonie gesteckt. Es dauerte aber noch sieben Jahre, genauer gesagt bis 1659, dass Jan van Riebeeck in sein Tagebuch schreiben konnte: „Gott sei gepriesen, der erste Wein wurde am Kap gepresst“. In diesem Zusammenhang ist noch zu erwähnen, dass bereits 2 oder 3 Jahre vorher Bier am Kap gebraut wurde. Diese Tatsache war auch mit einem Eintrag im Tagebuch vermerkt. Sie wurde aber nicht als Gott gepriesen erwähnt. Es scheint so, dass nur der Wein diesen Respekt verdiente!


Es gab Wein, aber was für einer?

Man weiss nicht viel über die Herkunft dieser ersten Reben. In den Büchern findet sich lediglich der Eintrag von den „Spaanse Druiwen“, Spanische Trauben. Was auch immer damit gemeint war, man konnte daraus Wein pressen und dieser hielt nicht nur Jan van Riebeeck bei guter Laune, sondern noch viel mehr seine Mannschaft. Man sagt auch, dass der Wein zur Heilung, der auf den langen Schiffsreisen oft auftretenden Erkrankung Skorbut, beitrug. Natürlich wurde die Weinherstellung auf höchst einfache und nach heutigen Massstäben primitive Art hergestellt. Die Trauben wurden mit den Füssen gestampft und die Fermentierung  fand in einfachen Behältnissen statt. Aber es gab Wein  und dieser war schon zu dieser Zeit sehr beliebt. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Weingeschmack verändert und wir würden wohl den Wein von 1659 als untrinkbar einstufen.


Aufschwung mit den Hugenotten

So richtig los ging’s mit dem Weinbau aber erst als Französische Hugenotten (welche in Frankreich verfolgt wurden), 1688 via Holland am Kap eintrafen. Sie brachten die Weinbaukultur vom alten Kontinent mit. Die Holländer teilten ihnen Land in den Gebieten von Paarl und De Olifantshoek (Ecke der Elefanten) zu, welches kurzer Hand in Franschhoek (Französische Ecke) umgetauft wurde. Innerhalb einer Generation wechselten sie sprachlich von Französisch auf Holländisch und entwickelten eine florierende und erfolgreiche Weinbauindustrie. Dieser Erfolg übertrag sich schnell auf weitere Gebiete am Kap. Zu dieser Zeit nahm der Gouverneur Simon van der Stel Wohnsitz auf Groot Constantia. Dieses Gut existiert heute noch und kann besucht werden. In der Mitte des 17 Jahrhunderts wurden die Weine aus der heutigen Constantia Gegend International bekannt und fanden Anklang. So soll  den Überlieferungen nach, Napoleon auf seinem Sterbebett auf der einsamen Insel St. Helena eine Flasche vom Süsswein „Vin de Constance“ verlangt haben. Eine schöne Legende, nicht wahr! Dieser Wein ist heute wieder aus dem Dornröschen schlaf erwacht und wird unter Liebhabern von Dessertweinen teuer gehandelt.


Rettung aus Amerika
1885 wurde der Weinbau am Kap wie auch in Frankreich jäh durch die Reblaus Epidemie gestoppt. Die Farmer mussten machtlos zuschauen wie ihre Reben zugrunde gingen. Die Rettung kam aus Amerika als man entdeckte, dass so genannte wilde Reben, Reblaus resistent waren. Auf diesen Reben wurden Stecklinge gepropft welche die Krankheit überlebt haben. Und siehe da es funktionierte. Der Weinbau welcher schon mehr tot als lebendig am Boden lag, erholte sich nach und nach wieder.


Erneuter Rückschlag

Am Kap lies der nächste Rückschlag allerdings nicht lange auf sich warten. Weil wild drauf los produziert wurde brach 1919 wegen Überproduktion und geringer Qualität der Markt zusammen. In den Flaschen war oft nicht der Chianti, Claret, Port oder Riesling welcher auf der Etikette erwähnt wurde. Um dem Chaos ein Ende zu setzen wurde vom Parlament die KWV (Kooperative der Weinbauern) gegründet. Diese wurde beauftragtder Wein und Brandy Industrie auf die Finger zu klopfen. Es wurden klare Regeln  geschaffen und auch das Gütesiegel „Wine of Origin“ eingeführt.


Dunkle Jahre

Die langen und dunklen Jahre der Südafrikanischen Apartheid führten die Weine vom Kap auf dem Weltmarkt fast in die Totale Isolation. Nur ganz wenige Weine fanden noch auf verschlungenen Wegen nach Europa.


Bedeutende Fortschritte im Rebberg und Keller
Die Demokratie Südafrikas im Jahre 1994 öffnete die Märkte wieder für die Weinausfuhren. Schnell wurde erkannt, dass man in der Sortenvielfalt, Material, Kellertechnik, usw.,  40 Jahre hinter dem Rest der Welt her hinkte. Es waren grosse Anstrengungen nötig, um den Weinbau auf den neusten Stand zu bringen. Weinmacher studierten in Frankreich, Australien, USA, usw. Man führte Stahltanks mit kontrollierter Kühlung ein, neue Eichenfässer wurden zu hunderten von Frankreich importiert und vieles mehr. Nicht nur im Keller machte man riesige Fortschritte, nein auch in den Rebbergen. Die Böden wurden auf ihre Beschaffenheit hin analysiert. Es wurde genau festgelegt wo welche Rebsorte am meisten Erfolg verspricht. So werden heute z.B. die Sauvignon Blanc Rebberge meist nur noch in höheren Lagen und Richtung Meer angelegt. Dies verspricht Morgensonne und gegen Abend wehen kühle Meeresbrisen durch die Reben. Daraus ergeben sich dann je nach Bodenart und Weinmacher, mineralige, frische, knackige und mit Aromen von tropischen Früchten wie Ananas, Zitrone, feine und elegante Sauvignon Blanc.


Die jungen Wilden
Wir von Wein & Kap sind überzeugt, dass die Weinbaugeschichte von Südafrika noch lange nicht fertig geschrieben ist. Die Entwicklung geht weiter und junge, wilde, innovative Weinmacherinnen und Weinmacher drängen an die Spitze. 



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